Tagesgeld vs. Sparbuch

Tagesgeld vs. SparbuchBis vor etwa zehn Jahren galt das Sparbuch bei vielen Anlegern als die mit Abstand sicherste Form der Geldanlage. Zwar gab es auf dem Sparbuch im Vergleich zu manch anderen Geldanlagen noch nie eine besonders gute Rendite, jedoch konnte die Anlageform zumindest mit ihrer hohen Sicherheit punkten. In den vergangenen Jahren hat das Sparbuch allerdings mehr und mehr an Bedeutung verloren, denn vor allem die jüngeren Kunden nutzen heute viele andere Anlageformen. Dennoch kann das Sparbuch natürlich nach wie vor eine passende Geldanlage sein. Der wohl größte “Konkurrent” des Sparbuchs ist das Tagesgeld. Doch worin unterscheiden sich beide Anlageformen eigentlich im Detail, wann ist das Sparbuch und wann das Tagesgeld die bessere Alternative und worin bestehen die Stärken und Schwächen?

Sicherheit und Rendite

Die beiden wesentlichen Eigenschaften einer jeden Geldanlage, nach der auch viele Anleger das passende Produkt auswählen, sind zum einen die Sicherheit und zum anderen die Rendite. In der Rubrik Sicherheit liegen Sparbuch und Tagesgeld absolut gleichauf. Beide Anlageformen können als sehr sicher bezeichnet werden, zumal die Guthaben auf jeden Fall durch die gesetzliche Einlagensicherung geschützt sind. Kurs- oder Währungsrisiken gibt es sowohl beim Tagesgeld (Anlage in Euro) als beim Sparbuch nicht. Den ersten Pluspunkt im Vergleich kann das Tagesgeld bei der Rendite machen. Denn während man derzeit auf dem Normalsparbuch kaum mehr als 0,5 Prozent an Zinsen bekommt, liegen die besten Zinssätze beim Tagesgeld bei etwa 2,80 Prozent (Unserer Tagesgeldrechner hilft den besten Zinssatz zu finden). Es gibt zwar Sondersparformen, bei denen der Zinssatz höher ist, jedoch muss der Kunde sein Geld dann für zwei oder drei Jahre anlegen (siehe Festgeldrechner).

Verfügbarkeit und Flexibilität

Eindeutiger Sieger im Vergleich zwischen Tagesgeld und Sparbuch ist das Tagesgeld in der Rubrik der Verfügbarkeit. Denn der Anleger kann täglich über das Guthaben verfügen und zwar ohne Betragsbeschränkung und ohne zuvor kündigen zu müssen. Anders sieht es hingegen bei den Spareinlagen aus. Beim Normalsparbuch sind maximal 2.000 Euro im Kalendermonat ohne vorherige Kündigung verfügbar, ansonsten werden Vorschusszinsen berechnet. Bei Sondersparformen gibt es immer eine Kündigungsfrist, ohne deren Einhaltung ebenfalls Vorschusszinsen berechnet werden und eventuelle Boni verlorengehen können. Auch bei der Flexibilität ist das Tagesgeld vorteilhafter, denn hier kann jederzeit Geld auf das Tagesgeld eingezahlt oder abgebucht werden. Beim Normalsparbuch ist das zwar auch möglich, allerdings oft mit der Einschränkung, dass das Sparbuch bei Abbuchungen persönlich in der Bankfiliale vorgelegt werden muss. Zudem ist bei Sondersparformen in der Regel weder eine Ein- noch eine Auszahlung möglich, ohne den Vertrag zu unterbrechen.

Titelbild © N-Media-Images – Fotolia.com

Geschrieben am in Geldanlagen Kommentar hinterlassen

Einen Kommentar hinzufügen